Hier möchte ich ein paar kleinere Bastelarbeiten bzw Umbauten vorstellen, und euch dazu anregen gleiches oder ähnliches zu versuchen.Auch ich habe mir vieles erst erlernen müssen, bzw bin immer noch dabei. Und Schönheit liegt immer im Sinne des Betrachters...

Packwagen H0e


Als erstes widme ich mich dem Umbau eines Technomodell Packwagens in H0e. Hier haben mich schon immer die starren Laderaumtüren gestört. Ich habe zuerst das Dach abgenommen, dann die eine mit einem spitzen Skalpell an den Rändern aus dem Seitenteil herausgetrennt. Hierbei ist zu beachten, das der eingebaute Laderaumboden höher ist als die Unterkante der Tür. Es erfordert etwas Übung, und geht am besten wenn man die Unterkante zuletzt mit dem seitlich angesetzten Messer/Skalpell heraus trennt.



Danach habe ich mir einen Ladeboden aus Echtholz eingebaut, heute würde ich allein schon wegen der Materialstärke einen dünnen Lasercut-Holzboden z.B. von Moebo   https://moebo.de/mshop/de  verwenden. Dazu noch die erforderlichen Trennwände einbauen, natürlich mit Holzstruktur und den Türen. Den Innenraum noch farblich gestalten, die heraus getrennte Laderaumtür wieder in gewünschter Öffnungsbreite einkleben und schon könnte man fertig sein.

Ich wollte jedoch gleich noch etwas Nebenbahnromantik einbringen. Wie so oft sitzt der Zugführer im Packwagen an der offenen Laderaumtür evtl. noch mit Hund und etwas Gepäck oder Ladegut. Gesagt getan. Einen alten Stuhl aus einer Büroklammer gebaut, mit etwas dicker Pappe für Sitz und Lehne versehen, und dazu noch die passende Figur. Größenvergleich durch Sitzprobe nicht vergessen. Hund und Koffer sollte jeder irgendwo rumliegen haben.




Jetzt fehlt zur richtigen Romantik eigentlich nur noch etwas schummrige Beleuchtung. Also geht´s weiter. Stromabnahme sollte durch die Drehgestelle erfolgen. Dazu muß der Drehzapfen des Drehgestell´s mit einem recht dünnem Bohrer vorsichtig aufgebohrt werden. Dann nimmt man dünne leitende Kupferblechstreifen und Drähte (z.B. aus einem ausrangierten Weichenantrieb), lötet beides zusammen und bringt diese an einem Drehgestell an nur einer Seite an. Am anderen Drehgestell dann auf der entsprechend gegenüberliegenden Seite das gleiche nochmal. Die Drähte durch den Drehgestellzapfen hindurch führen, und das Drehgestell einbauen. Im Inneren habe ich warmweißes LED Licht verwendet. Hier kann jeder nach seinem Gusto handeln. Ich habe der Einfachheit halber vorhandene Schrank und Regalbeleuchtungselemente verwendet, und an die Dachinnenseite geklebt. Das ist lichttechnische Steinzeit, ich weiß, aber ich bin auch nicht der Vollprofi in Sachen LED Technik. Wie gesagt, jeder nach seinen Möglichkeiten.



Schlußendlich noch das Dach aufsetzen und eine Fahrprobe machen. Es wird mit Sicherheit noch einiges an Einstellbedarf an den Radschleifern vorhanden sein. Ich habe auch lange justiert, um nicht so viel Rollwiderstand und trotzdem sichere Stromabnahme zu erreichen. Hier kann viel mit dünnerem Blech und Drähten erreicht werden. Viel Spaß dabei....

 Fabrikmodul H0


Dieses Modul entstand, um etwas für die Glasvitrine im Gemeindeamt als Werbung des Vereins zu haben. Gleichzeitig wollte ich endlich mal das Auhagen Bausatzsystem für Gewerbehallen und Industrie ausprobieren. Ich habe mich für ein Einsteiger Set entschieden. Hier kann man aus drei verschiedenen Varianten auswählen. Ich habe aus allen dreien etwas herausgesucht, und so eine kleine Werkhalle mit Gleisanschluß zusammen gestellt. Die Bauanleitung ist sehr übersichtlich, die Bauteile passgenau und der Aufbau recht einfach. Alles ist irgendwie kompatibel, verschiedene Fenster/Türenfarben, Dächer und Tore. Es gibt eine Unmenge an Zubehör wie Außentreppen, Lüftungs/Heizungsrohre, Inneneinrichtung,Fahrzeuge, Kräne usw. Ein richtig genialer Systembau.



Fabrik mit Gleisanschluß sind diagonal auf einer gerahmten Holzplatte angeordnet, um das ganze etwas aufzulockern. Dazu ein kleiner Vorplatz mit einem Trafohäuschen und etwas Grün rundherum. Selbstverständlich alles auch beleuchtet mit LED in meiner bevorzugten einfachen Bauweise.


Die kleine Fabrik und das Trafohäuschen aufstellen, anzeichnen und erst mal wieder beiseite legen. Das Anschlußgleis auflegen und ausrichten, dabei beachten das die Laderampe der Fabrik vom Abstand und Höhe her passt. Dann kann das Gleis verleimt werden. Ich benutze immer flexiblen transparent aushärtenden Leim. Bis zum Austrocknen kann schon mal mit der restlichen Landschaft begonnen werden. Es bleibt ja nicht viel übrig, also ein kleiner Ladeplatz für Kohlen oder Sand/Kies und paar Büsche und Sträucher. Einfach mal was ausprobieren. Dann noch einschottern, die Gebäude mit Pinsel/Airbrush altern und wieder aufstellen. Zuletzt noch Beleuchtung der Fabrik und der Straßenlampen anschließen und ein paar Figuren und Tonnen/Behälter oder anderes Ladegut anbringen.



So hat man mit wenig Aufwand ein Kleinod geschaffen, welches sich platzsparend präsentieren lässt, und auch noch für verschiedene Szenen bei Fotoprojekten dienen kann. Ich nutze sowas gerne um meine Fahrzeuge nach dem Beladen mit Ladegut bzw nach der Alterung fotografisch in Szene zu setzen. Versucht es doch einfach mal...


Modul Anschlußstelle H0


Hier habe ich wieder ein kleines Modul nur für die Fahrzeugpräsentation gebaut. Gleichzeitig diente es auch der Erlernung verschiedener Landschaftsgestaltungen. Ich wollte schon immer mal eine Ladestraße mit Kopfsteinpflaster selbst gravieren. Genauso wie den Betonplattenweg, eine typische ostdeutsche LPG-Straße. Also wieder eine gerahmte Holzplatte, diesmal mit einer eingleisigen Strecke und einer Weiche in das Anschlußgleis. Strecken und Anschlußgleis bekommen jetzt aber einen richtigen Oberbau, also 4mm dicke Korkstreifen mit abgerundeten Rändern auf die Holzplatte legen, und nach dem gewünschten Gleisplan ausrichten und verleimen. Korkkleber verwenden! Gleise und die Weiche auflegen. Wenn die Weiche einen Unterflurantrieb erhalten soll, dann muß vor dem verkleben noch die Öffnung für den Stelldraht gebohrt werden. Danach alles verkleben. Ich habe mich für einen Haltepunkt (Hp Kuhlitz) mit Anschlußgleis entschieden, also brauche ich auch eine Bahnsteigkante. Hier wollte ich die Bahnsteigkanten von Auhagen ausprobieren. Diese müssen parallel zum Gleis liegen und der Abstand sollte unbedingt mit mehreren Wagen probiert werden, da jeder Hersteller anscheinend seinen eigenen Maßstab hat. Der Rest ist dann wieder freie Gestaltung. Ich wollte einen Bahnübergang mit Zufahrt zur Ladestraße.


Wie man sehen kann, ist das mit dem Kopfsteinpflaster auf der Ladestraße nicht wirklich schön geworden. Die größten Schandflecken werden dann eben mit Ladegut oder Schmutzresten kaschiert. Der Bahnsteig selbst wird mit Styrodur oder Gips aufgefüllt, und dann mit Pflastersteinplatten oder wie in meinem Fall Sand (als Schüttbahnsteig) abgedeckt. Dahinter eine kleine Böschung, um etwas Tiefe für die Fotoarbeiten zu gewinnen. Bäume sind größtenteils selbst gemacht, aus Meerschaum/Seemoos. Gibt es fertig zu horrenden Preisen, oder als Rohlinge, ebenfalls völlig überteuert. Die Lösung: Architekturbedarf  https://www.architekturbedarf.de/modellbau-zubehoer/modellbaeume-+-pflanzen/seemoos/1

hat vom Schuhkarton bis Umzugskiste alles da. Klingt zwar teuer, ist aber wesentlich mehr drinnen als bei den üblichen verdächtigen Herstellern. Hier kann man durchaus auch mal einen maßstabsgetreuen H0 Baum fertigen. Blattwerk, Beflockung oder Vlies zur Gestaltung dann wieder bei den üblichen Verdächtigen, oder den mühsamen Weg gehen und selbst machen. Dazu werden ich später mal nen extra Beitrag machen.


Die Telegrafenmasten sind aus Schaschlikspießen gemacht. Dazu noch kleine Winkel aus Draht biegen, einen Lötpunkt darauf setzen, und das ganze farblich gestalten. Winkel in den Holzstamm einkleben (vorbohren ist ratsam) und die Masten aufstellen. Wer noch nicht genug von der Friemelei hat, der kann noch schwarzen Zwirn zwischen die Isolatoren spannen. Ein Tropfen Sekundenkleber hilft beim fixieren. Paar Büsche, etwas Wiese oder Feld, schon ist man wieder fertig. Die Straßen entstanden aus einer dünnen Gipsschicht, welche nach dem Trocknen entsprechend geritzt wurden. Mal Landstraße, mal Betonplatte im LPG Stil, mal Kopfsteinpflaster gerundet. Bei der farblichen Gestaltung brauch man etwas Ausdauer. Da sind manchmal bis zu 10 Farbschichten nötig, je nach Gefallen und Geschick. So dann wünsch ich euch viel Freude beim basten...


Pola Güterschuppen H0


Für meine H0 Modulanlage habe ich mich für den Pola Bausatz 839 entschieden. Passend zur Bahnhofsgröße in doppelter Ausführung, wobei dies schon vom Hersteller mit vorgesehen ist, genauso wie die Version 840 mit angebauter Güterabfertigung. Der Bausatz wird zunächst in vorgesehener Bauweise zusammengebaut, allerdings ohne die Rampen und ohne das Dach zu befestigen. Danach erst beginnt die Abwandlung. Dazu habe ich mir gleich noch paar Kleinigkeiten von MBZ und Joswood für die Inneneinrichtung bestellt.



Von Anfang an war mir klar, das ich den Güterschuppen noch farblich behandeln muß. Schließlich soll er zu dem sächs. Stellwerk Bertsdorf und Bahnhofsgebäude vom Kurort Johnsdorf passen. Hersteller der Kartonbausätze ist hier   https://www.modellmanufaktur-beckert.de/index.php?cPath=80  



Also habe ich begonnen den Güterschuppen (Gsch) anzumalen. Dabei stand schnell fest, einmal reicht nicht. Das gute daran, je mehr Farbe darauf kam, desto eher wirkte sie wie ein Putz. Aber alles reichte nicht aus, wenn man ein Licht hinein stellte. Dann kam wieder das Orange durch. Also habe ich den Gsch auch noch von innen gestrichen. Jetzt aber in passendem Grau. Danach erst habe ich die Zwischenwände aus Sperrholz eingebaut. So erhielt ich an den beiden Enden die benötigten Büroräume für den Zugfertigsteller und den Wagendienst. Die Holzwände habe ich mit grauem Papier beklebt, und mit selbst geschnittenen Türrahmen aus der Lasercut-Restekiste versehen. Nun folgten die Hölzer für den Fußboden. Aus Holzleisten passend geschnitten und eingeklebt, sollte darauf der Holzfußboden von Moebo. https://www.moebo.de/mshop/de/Gesamt-Katalog/HO--2232-Bodenplatte-Dielen-0-7mm-Staerke-9-15cm-Praezisionsgravur-in-Echtholzoptik.html



Als nächstes folgt der Einbau der LED Beleuchtung. Da mir dieses elektronische Gefriemel nicht so liegt, habe ich kurzerhand die Bauteile fertig im Netz bestellt. Wichtig war mir das typische warme Licht der alten Lampen darzustellen. Außerdem mag ich keine Flutbeleuchtung in Gebäuden. Es mußten also Lampenschirme her. Hier half mal wieder die Restekiste aus der Werkstatt. Die Kunststoffnippel für Dachverschraubung lagen noch herum. Ich habe die Abdeckhülsen abgeschnitten, und mit mattem Ofenrohrlack besprüht. Danach ein kleines Loch für die LED hineingebohrt, diese eingefädelt und verklebt. Jetzt folgt der Einbau der  Befestigung für die Lampen. Wieder dünne Holzleisten gemäß den Bildern zurecht schneiden, und verkleben. Die beiden Längsträger sind noch mit Bohrungen für die Lampenschirme zu versehen. Kabel der LED durchführen und den Schirm ankleben. Dazu verwende ich gerne dünne Leiterplattenstreifen als Verteiler. Diese müssen auch noch am Längsträger angebracht werden. Für die Außenbeleuchtung fand ich irgendwo flache LED Platinen, welche über den Toren unter das Dach passten, ohne von außen sichtbar zu sein. An der Stirnseite zur Laderampe fand noch eine typische DR Wandleuchte von Busch ihren Platz, genauso wie ein Verteilerschaltkasten von Auhagen. Nachdem alles auf den Platinen elektrisch verbunden war, mußten nur noch die Kabel für den Anschluß unter dem Modul verlegt werden. Diese sind so an den Innenwänden entlang geführt, das man sie auch bei Beleuchtung von außen kaum sehen kann. Getarnt in schwarz als normale Lichtkabel. Zum Schluß noch den Gsch an die Rampen einpassen und den Deckel (Dach) darauf setzen. Alterung und etwas Ladegut als Inneneinrichtung nicht vergessen.  




Auhagen-Mauerbau H0


Hier zeige ich euch den Umbau einer Auhagen Mauer. Das Ausgangsprodukt wollte ich etwas abändern, passend für meine Modulanlage. Also habe ich die Mauer wie angegeben zusammengesetzt, und danach mit Feinspachtel aus der Tube ungleichmäßig überzogen. Nach dem Trocknen mit Sandpapier etwas schleifen. Beachten müsst ihr, daß immer kleine Flächen frei bleiben, damit es zum Schluß so aussieht, als wenn der Putz abbröckelt.


Ich stelle die Teile meist auf doppelseitiges Klebeband, damit es beim Bearbeiten besser stehen bleibt, und noch eine Hand frei ist. Jetzt kann man auch schon anfangen mit dem altern. Wie immer stark verdünntes Schmutzwasser auftragen, unregelmäßig verteilen, die Putzkanten öfter, da sich hier auch im Vorbild immer etwas mehr Schmutz befindet. Das Schmutzwasser besteht aus schwarz, grau, braun und evtl. noch beige. Die richtige Mischung wird immer unterschiedlich sein, je nach Objekt und Verschmutzungsgrad. Wenn alles trocken ist, kann die Mauer aufgebaut werden. Bei mir steht sie zwischen der Seitenrampe und einer angrenzenden Schafswiese.


Wer will kann jetzt noch ein altes verblichenes Plakat oder Graffiti anbringen. Auch ein Vogel auf der Mauer, oder angelehntes Gerümpel machen sich hier gut. Probiert´s einfach aus....


Alterung von Güterwagen


Diesmal möchte ich zeigen, wie ich meine Fahrzeuge altere. Es kostet viele etwas Überwindung, die teils neuen und nicht eben billigen Fahrzeuge zu altern. Ich empfehle jedem dringend am Anfang mit einem ausrangierten oder defekten Wagen anzufangen. Auch kann man mit Wasserfarben arbeiten, da läßt sich mancher Fehler einfach entfernen. Wer geübter ist nimmt normale Modellfarben von Revell, Modellmaster und wie sie alle heißen. Ich habe auch einige Übung gebraucht, bis die Ergebnisse zufriedenstellend waren. Bei mir hat sich folgende Arbeitsweise eingestellt. Zuerst werden vom Hersteller vergessene Teile mit einem feinen Pinsel angemalt. Das sind in der Regel die gelben Ösen für die Ketten des Hilfszuges, wenn der Wagen angehoben werden muß, dazu weiß/rot die Umsteller für Bremmstellung und Bremsgewicht. Dann folgt der Rostansatz mit verschiedenen braun-beige Tönen an den Stahlkanten und teilweise am Fahrwerk. Danach kann man schon mal besonders verschmutze Stellen wie Türen, Kanten und teilweise auch das Dach vorarbeiten.


Wie ihr seht, wirkt der Rostansatz erst mal verheerend stark, allerdings sieht man nach der Alterung mit Schmutz nicht mehr viel davon. Des weiteren ist es wichtig, auf die Ladung zu achten. Den einen offenen "E"mil habe ich in sandfarbenem Ton gehalten, da dieser Wagen zuletzt Sand geladen hatte, und sich darin auch noch ein paar Reste befinden. Wichtig ist auch, das das altern vor einer eventuellen Bestückung mit Ladegut erfolgt. Die Ladung ist ja meist nicht so lange auf/in dem Wagen, und deswegen eben weniger verschmutzt. Bei meinem Kohlependel, mit den 20 Fad, habe ich auch die Wagenkästen unregelmäßig abgeklebt, um Ausbesserungsstellen zu lackieren. Einfach mit normalem Klebeband verschiedene Rechtecke an verschiedenen Stellen abkleben und dann auslackieren. Hier macht sich eine Airbrush Pistole besser als ein Pinsel. Sieht richtig gut aus, wenn verschiedene Rot/Brauntöne erscheinen.



Zum Schluß kommt eine Betriebsverschmutzung hinzu, aber bitte nicht jeder Wagen gleich. Ich habe manchmal auch verschiedene Farbtöne nacheinander gespritzt. Auch hier ist eine Airbrush Pistole am besten geeignet. Schaut euch immer Vorbildfoto´s an, je mehr desto besser. Und nicht vergessen, Übung macht den Meister....




Zum Abschluß noch ein kleines Viedeo mit den Güterwagen. Gefahren wird auf der H0 Clubanlage der Modellbahnfreunde Neukirchen.





Biergarten Tisch und Stühle H0


Neben dem EG wollte ich unbedingt einen Biergarten unter einem großen Baum platzieren. Dazu die typischen Tisch und Stuhl Garnituren aus Eisen und Holz. Lieferant dafür ist das Modellbau Kaufhaus. Der Bausatz aus Metall muß ausgestanzt, zurechtgebogen und geleimt oder gelötet werden. Dazu kommt noch die farbliche Gestaltung. Ich habe mich für das bei uns typische Grün/Schwarz entschieden. Entgegen der Anleitung habe ich die Teile zuerst ausgestanzt, gebogen und geleimt. Danach die Rohlinge auf doppelseitiges Klebeband platziert und gesprüht. Zuerst schwarz komplett, und nach dem Trocknen die Holzelemente der Tische und Stühle mit grüner Farbe gepinselt.


Anschließend kamen die Garnituren unter den großen Baum zur Probeaufstellung und Ausrichtung. Dazu noch die passenden Gäste hinsetzen, und vielleicht noch ein zwei Hunde dazu, fertig. Später bekam ich noch Gläser und Flaschen dazu ( ich weiß beim besten Willen nicht mehr woher), welche bei den gelben Gläsern noch die weiße Bierschaumkrone verpasst bekamen. Diese ordentlich auf den Tischen platziert, und der Form halber auch noch an der Kiosktheke abgestellt, wird doch ein runder Gesamteindruck erreicht. Als Zugabe bekommt der Kiosk gerade eine Lieferung Getränke, welche eben abgeladen wird.



Robur Garant 30K- Bausatz


Diesmal habe ich mir einen Busch Robur/Garant 30K Bausatz gekauft, um ihn nach meinen Wünschen zu gestalten. Ich möchte demnächst eine Szene mit Fahrzeugen und Personen des Post und Fernmeldeswesens der DDR darstellen. Dabei soll eine kleine Baustelle, wo Kabel neu verlegt werden, entstehen. Nun gibt es einige Fahrzeuge in H0, aber ich wollte auch selbst was gestealten. Dazu kam mir der Bausatz gerade recht. Also ausgepackt, und gleich mal die Hecktür mit einem kleinen Skalpellmesser herausgetrennt. Das gleiche nochmal mit der Seitentür. Die Kanten säubern, und die Türen in geöffnetem Zustand wieder ankleben. Danach das Gehäuse lackieren, hier in passendem Grau.



Danach wird das Fahrzeug zusammen gesetzt. Dabei beachten, das eventuell Teile der Inneneinrichtung durch die geöffneten Türen zu sehen sind. In diesem Fall ist es die Kunststoffverglasung, welche in den Türausschnitt ragt. Diese mit dem kleinen Messer sauber heraustrennen. Dann kann man noch Kleinigkeiten wie Blinker, Türgriffe oder Nummernschilder farbig gestalten. Als nächstes habe ich, die vorher bestellten Decals der Deutschen Post DDR, auf die Seitenteile geklebt. Ich hatte mir vorher ein Vorbildfoto des Fahrzeugs angeschaut. 


Zu guter letzt galt es noch einen Dachgepäckträger zu gestalten und montieren. Diesen habe ich aus Federstahldraht selbst gebogen und lackiert. Die Holzbretter sind mal wieder aus der Laser-Cut Restekiste. Was ich darauf plaziere, weiß ich noch nicht, vielleicht kommt auch noch eine Funkantenne dazu, dann könnte es auch der Funkmesswagen werden.



So einfach kann man sich ein eigenes Auto gestalten. Der Bausatz kostet keine 10€, der Rest ist Eigenleistung und Resteverwertung. Die Decals sind von Andreas Nothaft, und kosten auch nicht die Welt. Die Lackierung ist mit Airbrush Pistole, und die Feinheiten mit Pinsel geschehen. Wer sich nicht traut, der Bausatz kann auch in dem Weiss bleiben, dann halt eine vernünftige zeitgemäße Werbung aufkleben.